PU oder Softshell? Welche Regenbekleidung braucht mein Kind?
Regenjacke ist nicht gleich Regenjacke. PU oder Softshell, gefüttert oder ungefüttert – was eignet sich für Kindergarten, Schule, Waldtag und Pfützenspringen?
Wir erklären euch die wichtigsten Unterschiede und worauf ihr bei guter Regenbekleidung für Kinder achten könnt.
PU-Regenbekleidung: der Klassiker für Regentage
PU-Regenbekleidung erkennt man häufig an ihrer glatten, leicht gummiartigen Oberfläche. Sie ist wasserdicht, robust und lässt sich nach einem Ausflug in Matsch und Regen unkompliziert abwischen.
Gerade für Kindergarten, Waldtage und ausgiebiges Pfützenspringen ist sie deshalb eine praktische Wahl.
Neben dem Material sind aber auch die Wassersäule und die Verarbeitung der Nähte entscheidend dafür, wie zuverlässig Regenbekleidung trocken hält.
Gefüttert oder ungefüttert?
Ungefütterte Regenbekleidung ist besonders flexibel. An milderen Tagen wird sie einfach über die normale Kleidung gezogen, an kühleren Tagen kommt eine zusätzliche Schicht aus Wolle oder Fleece darunter.
Gefütterte Regenbekleidung eignet sich besonders für kalte, nasse Herbst- und Wintertage. Ein Fleecefutter sorgt für zusätzliche Wärme und macht zusätzliche Kleidungsschichten teilweise überflüssig.
Welche Variante besser passt, hängt also weniger vom Regen als von der Temperatur und dem Einsatzbereich ab.
Und was ist mit Softshell?
Bei Softshell lohnt sich ein genauer Blick auf die technischen Eigenschaften. Denn Softshell bedeutet nicht automatisch, dass eine Jacke nur wasserabweisend ist.
Die Pedia und Manu Regenbekleidung von Liewood verbindet das weiche und bewegliche Tragegefühl von Softshell mit sehr hohem Regenschutz: 20'000 mm Wassersäule und versiegelte Nähte. Damit eignet sie sich auch für richtige Regentage und längeres Spielen draussen.
Der grosse Vorteil von Softshell liegt für uns vor allem im Tragekomfort und der Atmungsaktivität. Das ist besonders angenehm für Kinder, die draussen viel in Bewegung sind.
Was bedeutet die Wassersäule?
Die Wassersäule wird in Millimetern (mm) angegeben und beschreibt, welchem Wasserdruck ein Material standhält, bevor Wasser hindurchdringt.
Je höher die Zahl, desto höher ist grundsätzlich der Schutz vor Nässe und Wasserdruck. Gerade bei Kindern ist das relevant: Beim Sitzen auf einer nassen Bank, Knien auf feuchtem Boden oder Pfützenspringen entsteht zusätzlicher Druck auf das Material.
| Wassersäule | Regenschutz | Im Kinderalltag |
|---|---|---|
| 1'500–3'000 mm | leichter Schutz | kurze Wege und leichter Regen |
| 5'000 mm | guter Schutz | Alltag, Spielplatz und normale Regentage |
| 10'000 mm | sehr hoher Schutz | Kindergarten, Waldtag, Pfützen und längeres Spielen im Regen |
| 20'000 mm | besonders hoher Schutz | lange Regentage, viel Bewegung und Situationen mit zusätzlichem Druck auf das Material |
Eine hohe Wassersäule allein macht aber noch keine gute Regenbekleidung. Auch versiegelte oder verschweisste Nähte, Reissverschlüsse und die gesamte Verarbeitung sind wichtig.
Kurz erklärt: Wassersäule = Regenschutz. Fütterung = Wärme. Atmungsaktivität = Feuchtigkeit und Wärme können besser nach aussen entweichen.
PU oder Softshell – was ist besser?
Beides kann sehr guten Regenschutz bieten. Die Entscheidung hängt deshalb vor allem davon ab, wann und wie die Regenbekleidung getragen wird.
| PU | Softshell | |
|---|---|---|
| Wasserdicht | ✓ | ✓ – je nach Modell |
| Einfach abwischbar | ✓✓ | ✓ |
| Atmungsaktiv | eher weniger | ✓✓ |
| Weich & beweglich | ✓ | ✓✓ |
| Gefütterte Varianten | ✓ | je nach Modell |
| Besonders praktisch für | Matsch, Regen & Wald | Regen & aktive Kinder |
Was würden wir wählen?
Für mildere Regentage und maximale Flexibilität würden wir zu einer ungefütterten Variante greifen und bei Bedarf mit Wolle oder Fleece darunter arbeiten.
Für kalte und nasse Herbst- und Wintertage ist gefütterte PU-Regenbekleidung wunderbar unkompliziert.
Und wer sehr hohen Regenschutz mit einem weichen, beweglichen und atmungsaktiven Material verbinden möchte, findet mit einem wasserdichten Softshell wie Pedia oder Manu von Liewood eine tolle Alternative zur klassischen PU-Regenbekleidung.
Am Ende gibt es also nicht die eine richtige Regenbekleidung. Entscheidend ist, wann, wo und bei welchen Temperaturen sie getragen wird.
